Juni 2010

Tradition und Moderne – Verantwortung für die Zukunft

Das Kulturhaus im Herzen von Plessa ist weit mehr als nur ein Baudenkmal vergangener Zeiten, es ist ein Dokument von Industriegeschichte, von Veränderung und nicht zuletzt ein Zeugnis unzähliger Biographien. Es war, genau wie Plessa selbst, einem steten und teils sehr umfassenden Bedeutungswandel unterzogen. Mit dem Bau zwischen 1956 bis zur Einweihung 1960 wurden die merklichen Folgen des Krieges behoben. Bis zu diesem, der für das Dorf mit erheblicher Zerstörung und Verwüstung endete, verfügte Plessa über vier Säle, von denen nur zwei verblieben waren. Gerade aber die beiden im Ortskern waren unwiederbringlich verloren. Mit dem Wiederaufbau, der wirtschaftlichen Erholung – das Kraftwerk und die Brikettfabrik nahmen ebenso wie der Tagebau wieder in großem Umfang ihre Arbeit auf – und nicht zuletzt auch dem Bevölkerungszuwachs, bedurfte es auch einer Kulturstätte die den gestiegenen Ansprüchen schon allein räumlich entsprach. Dabei spielte neben dem Ort selbst auch die umliegende Region eine entscheidende Rolle. Dementsprechend liefen die Planungen und führten zu der Konzeption des Kulturhauses durch das Braunkohlenwerk (BKW) Plessa und abschließend zum Bau.

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